Ingenieurbaukunstmuseum als Teil des Nutzungskonzeptes der Schinkel’schen Bauakademie

Ein Aufruf des Ingenieur Baukunst e.V.

Die Bauakademie Berlin im Jahre 1868, Quelle: Zeno.org, (Nr. 20004023463) / Wikimedia Commons

Die Bauakademie Berlin im Jahre 1868, Quelle: Zeno.org, (Nr. 20004023463) / Wikimedia Commons

Die Schinkel‘sche Bauakademie soll wieder aufgebaut werden. Der Bund will hierfür die notwendigen Mittel bereitstellen (Beschluss des Haushaltsausschusses Ende 2016).

Der Ingenieurbaukunstverein unterstützt den Wiederaufbau der Schinkel‘schen Bauakademie. Wir wünschen uns einen Ort des Austausches zwischen Architekten und Ingenieuren in Form von Workshops, Vorträgen und Ausstellungen.

Ein Museum für Ingenieurbaukunst sollte Teil des Gesamtkonzeptes werden.

Die Schinkel’sche Bauakademie, gegründet 1799, war eine Lehranstalt des Bauwesens zur Ausbildung von Baumeistern. Sie steht für das Ideal der interdisziplinären Arbeitsweise von Architekten und Ingenieuren.

Ein mit dem Wiederaufbau verbundenes Nutzungskonzept sollte diese noch immer aktuellen Ideen aufgreifen: „Der Förderverein Bauakademie“ setzt sich für eine zukunftsfähige Fortschreibung der Ideen Beuths und Schinkels ein. Dies bezieht sich auf die Wissensvermittlung und den Wissensaustausch in den interdisziplinären Gebieten der Architektur, des Wohnungs- und Städtebaus, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Wertschöpfungskette Bau einschließlich der Immobilienwirtschaft unter Berücksichtigung der Digitalisierung – 4.0 -.“ (www.schinkelsche-Bauakademie.de) Das Ingenieurwesen stellt damit einen integralen Bestandteil dieser Ziele dar.

Weiter sieht die „internationale Bauakademie Berlin e.V.“ im Wiederaufbau der Schinkel‘schen Bauakademie einen Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit dem Architektonischen in Praxis, Forschung und Lehre.

In seinem am 13. Oktober 2016 veröffentlichen Artikel im Tagesspiegel hat Prof. Dr. Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) unter dem Titel „Schinkel neu denken“ die Etablierung eines Architekturmuseum in der Bauakademie skizziert. Architektur und Ingenieurbaukunst – beide sind für uns untrennbare Teile der Baukultur.

Diese Ideen zu Wissensvermittlung in Form von akademischer Lehre und musealer Präsentation entsprechen den Zielen des Ingenieur Baukunst Vereins.

Unter Einbindung der deutschen Architektur- und Ingenieurarchive böte sich damit die einmalige Gelegenheit, ein lebendiges Schaufenster auf die historische und die aktuelle Baukunst zu etablieren. Das Museum würde die Prozesse und Ergebnisse der ganzheitliche Arbeitsweise von Architekten und Ingenieuren präsentieren und deren Auswirkungen auf unserer gebaute Umwelt und die Gesellschaft.

Das Ingenieurbaukunstmuseum sollte damit ein Teil des Nutzungskonzepts der Schinkel’schen Bauakademie werden.

Bitte unterstützen Sie dieses Anliegen mit Ihrer Unterschrift ! (Petition bei change.org)

Nur mit der zahlreicher Unterstützung der Gesamtheit der Ingenieure wird es möglich sein, an den weiteren Diskussionen hinsichtlich des Nutzungskonzeptes teilnehmen zu können.

Mit herzlichem Dank
Dipl.-Ing. Josef Seiler (Vorstand)
Dr.-Ing. Christian Müller (Beirat)

3 thoughts on “Ingenieurbaukunstmuseum als Teil des Nutzungskonzeptes der Schinkel’schen Bauakademie

  1. Wolfgang Ihmann

    Diese Idee kann ist hervoragend und muss von uns Ingenieuren einfach nur mit aller Kraft unterstützt werden. Hiermit wird ein Ort geschaffen, der gleichzeitig die Historie als auch ein Meilenstein in die Zukunft unseres Berufes darstellt und sichert.
    Zumal sich der Standort in unmiitelbarer Nähe zum ehemaligen Berliner Stadtschloss und nun wieder als neu erbautes Humboldforum die alte Berliner Mitte ergänzen wird und ein Ort der Begegnung in jeglicher Art sein wird.

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  2. Joachim Hönicke

    Finde ich gut, dass dieses historische Gebäude im alten Stadtzentrum wieder aufgebaut werden soll.

    Nicht schön sind nach meiner Meinung z. B. die dazwischegequetschten neuen Gebäude neben der Fiedrichwerderschen Kirche, die diese historischen Gebäude dann in ihrer Standfestigkeit bedrohen (ist ja bereits geschehen) und vorallem auch die Sichtachsen verbauen, sodass man deren Schönheit nicht mehr voll wahrnehmen kann.
    Hier sollte man unbedingt einen Riegel vorschieben, zumindest dann für zukünftige Stadtplanungen/Bauvorhaben.

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